Kohle

Kohle bezeichnet den festen Brennstoff aus verkohltem Holz, der im Keramikgrill die Glut erzeugt. Für Kamado-Grills eignet sich Hartholzkohle ohne Zusatzstoffe in großen Stücken: Sie hat einen hohen Kohlenstoffgehalt, brennt lange und hinterlässt wenig Asche — entscheidend, weil die Sauerstoffzufuhr von unten durch das Kohlebett strömen muss.

Warum große Stücke Hartholzkohle?

Ein Keramikgrill arbeitet anders als ein offener Holzkohlegrill: Die Wärmespeicherung der Keramik und die bewusst gedrosselte Frischluftzufuhr sorgen für einen sehr geringen Kohleverbrauch. Kleine Kohlestücke und Kohlestaub verdichten das Kohlebett in der Feuerbox und blockieren den Luftweg vom unteren Luftschieber zur Glut — die Folge sind Temperaturabfälle und mühsames Nachregeln. Große Stücke Hartholzkohle, etwa aus Buche, Eiche oder Akazie, lassen dagegen genug Luft zirkulieren und halten die Zieltemperatur stabil.

Merkmal Darauf sollten Sie achten
Stückgröße Große, möglichst faustgroße Stücke — wenig Bruch und Staub im Sack
Aschegehalt Niedrig, damit die Zuluft nicht erstickt und der Ascheauffangbehälter nicht überläuft
Zusatzstoffe Keine — reine Hartholzkohle ohne Bindemittel oder Anzündhilfen
Brenndauer Hoher Kohlenstoffgehalt bedeutet lange, gleichmäßige Glut

Ein Hinweis am Rande: Sehr dichte Spezialkohle wie Binchotan ist für Kamado-Grills nicht geeignet — sie lässt sich im geschlossenen System nur schwer entzünden und regeln.

Anzünden, Menge und Restkohle

Befüllen Sie den Kohlekorb bzw. die Feuerbox großzügig bis knapp unter den Feuerring — die Temperatur regeln Sie anschließend über die Lüftungsschieber, nicht über die Kohlemenge. Zum Anheizen genügen zwei bis drei natürliche Anzünder aus Holzwolle. Chemische Feueranzünder und Flüssiganzünder sind im Keramikgrill tabu: Die poröse Keramik nimmt die Dämpfe auf und gibt sie über viele Grilldurchgänge wieder an das Grillgut ab.

Nach dem Grillen schließen Sie einfach alle Regler und ersticken die Glut. Die Restkohle können Sie beim nächsten Mal wiederverwenden — oft reicht eine Füllung für mehrere kurze Grilldurchgänge. Ausführliche Empfehlungen finden Sie im Ratgeber Holzkohle für den Keramikgrill.

Häufige Fragen

Welche Holzkohle ist die beste für den Keramikgrill?

Reine Hartholzkohle in großen Stücken, ohne Bindemittel und Zusatzstoffe. Für sehr lange Low-&-Slow-Garungen kommen auch Kokosbriketts ohne Bindemittel infrage — mehr dazu im Eintrag Briketts.

Wie viel Holzkohle sollte man in den Kamado geben?

Mehr, als Sie voraussichtlich brauchen: Füllen Sie die Feuerbox bis knapp unter den Feuerring. Die Wunschtemperatur stellen Sie über Ober- und Unterlüftung ein — unverbrauchte Kohle bleibt für das nächste Grillen erhalten.

Kann man normale Grillbriketts im Keramikgrill verwenden?

Klassische Grillbriketts sind wegen ihres hohen Aschegehalts und der enthaltenen Bindemittel ungeeignet: Die anfallende Asche erstickt die Zuluft, bevor lange Garungen beendet sind. Greifen Sie stattdessen zu Hartholzkohle in großen Stücken.

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