Asado-Grillen

Asado-Grillen bezeichnet die traditionelle argentinische Art, Fleisch langsam über der Glut eines offenen Holzfeuers zu garen – klassisch auf dem Gitterrost (Parrilla) oder am Kreuzspieß. Statt hoher direkter Hitze arbeitet das Asado mit moderater Glut, langen Garzeiten und dem feinen Raucharoma des abgebrannten Holzes.

So funktioniert Asado: Glut statt Flamme

Herzstück jedes Asados ist das Glutbett. Zuerst brennt trockenes Hartholz vollständig zu Glut herunter – über offenen Flammen wird beim Asado nie gegrillt, sie würden das Fleisch außen verbrennen, bevor es innen gar ist. Die fertige Glut wird portionsweise unter das Fleisch gezogen, das mit deutlichem Abstand darüber liegt. So gart es langsam und gleichmäßig, während sich Röstaromen Schicht für Schicht aufbauen. Gewürzt wird traditionell sparsam: grobes Salz vor oder während des Grillens, mehr nicht. Die klassische Kräutersauce Chimichurri kommt erst am Tisch dazu. Wer die schonende Gartechnik mit geschlossenem Deckel kennt, findet hier die offene Verwandte des indirekten Grillens: moderate Hitze, viel Zeit, saftiges Ergebnis.

Asado zu Hause: Feuerschale mit Grillrost

Für ein Asado brauchen Sie keine gemauerte Parrilla. Eine stabile Feuerschale mit Grillrost-Aufsatz bildet die Technik gut nach: In den BonFeu Feuerschalen lässt sich das Holzfeuer zur Glut abbrennen, anschließend garen Sie das Fleisch auf dem aufgelegten Rost über der Glut – und die Runde sitzt dabei ums Feuer, wie es sich für ein Asado gehört. Wichtig für den sicheren Betrieb: feuerfester, ebener Untergrund, ausreichend Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien und ausschließlich trockenes, unbehandeltes Holz.

Typische Zuschnitte beim Asado

Zuschnitt Beschreibung
Tira de Asado Quer zur Rippe gesägte Rinderrippen-Streifen – der Klassiker jedes Asados
Vacío Bauchlappen (Flanke), grobfaserig und sehr aromatisch
Entraña Zwerchfell-Zuschnitt (Skirt), kurz gegrillt zart und kräftig
Chorizo criollo Grobe, frische Bratwurst – klassisch als Auftakt im Brötchen (Choripán)

Häufige Fragen zum Asado-Grillen

Was bedeutet „Asado" wörtlich?

Spanisch für „gebraten" bzw. „gegrillt". In Argentinien und Uruguay steht Asado zugleich für das gesellige Ereignis: das gemeinsame, oft mehrstündige Grillen über Holzglut mit Familie und Freunden.

Welches Holz eignet sich zum Asado-Grillen?

Trockenes, unbehandeltes Hartholz wie Buche, Eiche oder Obsthölzer – es bildet ein stabiles, lange haltendes Glutbett. In Argentinien ist traditionell Quebracho-Holz üblich. Harzreiches Nadelholz eignet sich nicht: Es spritzt, rußt und verfälscht den Geschmack. Behandeltes oder lackiertes Holz gehört nie ins Grillfeuer.

Wie lange dauert ein Asado?

Je nach Zuschnitt und Dicke zwischen einer und vier Stunden reine Garzeit, plus etwa 45–60 Minuten für das Abbrennen des Feuers zur Glut. Genau diese Langsamkeit unterscheidet das Asado vom schnellen direkten Grillen – geplant wird der Abend ums Feuer, nicht die Viertelstunde am Rost.

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