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Chicken Wings in BBQ-Sauce: rauchig-knusprig vom Kamado Bono
Chicken Wings in BBQ-Sauce gelingen im Kamado Bono in zwei Phasen: Erst nehmen die Flügel bei 130 °C über Ahornholz Rauch an, danach werden sie bei 180 °C mit fruchtiger BBQ-Sauce glasiert, bis die Haut karamellisiert. Der Keramik-Korpus hält beide Temperaturstufen stabil — Sie steuern den Sprung allein über die Lüftungsschieber, ohne Kohle nachzulegen. Mit einem selbst gemischten Rub und rund 50 Minuten Grillzeit ist das Rezept auch für Einsteiger gut machbar.
Zubereitung Schritt für Schritt
- Die Hähnchenflügel gründlich trocken tupfen und an den Gelenken in Mittelstück und Drumette teilen; die Flügelspitzen abtrennen (sie verbrennen sonst). Anschließend mit dem Öl in einer Schüssel vermengen.
- Paprikapulver edelsüß, braunen Zucker, geräuchertes Paprikapulver, Knoblauch- und Zwiebelpulver, Salz und Pfeffer zu einem Rub mischen. Die Wings rundum damit einreiben und mindestens 20 Minuten ziehen lassen — gern abgedeckt über Nacht im Kühlschrank.
- Den Kamado Bono für indirekte Hitze einrichten: Deflektorstein einsetzen, Rost auflegen, Deckel schließen. Über die Lüftungsschieber oben und unten auf konstante 120–130 °C einregeln — beide Schieber nur einen Fingerbreit öffnen.
- Die Räucherholz-Stücke direkt auf die Glut legen und warten, bis dünner, bläulicher Rauch aufsteigt (2–3 Minuten).
- Die Wings mit Abstand zueinander auf den Rost legen und bei geschlossenem Deckel 20 Minuten bei 130 °C räuchern. Deckel dabei nicht öffnen — jeder Blick kostet Temperatur und Rauch.
- Beide Lüftungsschieber weiter öffnen und den Grill auf 180 °C bringen; der Deflektorstein bleibt drin. Währenddessen die BBQ-Sauce mit dem Kirschsaft glatt verrühren.
- Die Wings weitere 25–30 Minuten indirekt grillen und dabei alle 10 Minuten mit der Glasur bestreichen. In den letzten Minuten karamellisiert der Zucker — die Haut wird dunkel glänzend, darf aber nicht schwarz werden.
- Kerntemperatur prüfen: 80–85 °C am dicksten Punkt, dann löst sich das Fleisch fast vom Knochen. Wings vom Rost nehmen, 5 Minuten ruhen lassen und mit Gemüsesticks oder Krautsalat servieren.
Variationen und Beilagen
Die Glasur lässt sich leicht abwandeln: Mit 1 EL Honig statt Kirschsaft werden die Wings süßer und dunkler, mit einem Spritzer Apfelessig und etwas Cayennepfeffer eher säuerlich-scharf im Carolina-Stil. Wer es rauchiger mag, nimmt Hickory- statt Ahornholz — sparsam dosieren, Geflügel nimmt Rauch schnell an. Als Beilagen passen Krautsalat, Ofenkartoffeln oder gegrillte Maiskolben, die Sie in den letzten 15 Minuten einfach mit auf den Rost legen. Auch geschmorte Bohnen aus dem Dutch Oven 3,9 l funktionieren gut, wenn der Grill ohnehin läuft.
Häufige Fragen
Warum werden die Wings erst geräuchert und dann heiß gegrillt?
Bei 130 °C nimmt das Fleisch den Rauch auf und gart schonend durch, ohne auszutrocknen. Die zweite Phase bei 180 °C sorgt für die Textur: Das Fett unter der Haut schmilzt aus, der Zucker in Rub und Glasur karamellisiert. Würden Sie durchgehend heiß grillen, verbrennt die Sauce, bevor das Fleisch am Knochen gar ist.
Geht das Rezept auch ohne Räucherholz?
Ja. Die Holzkohle im Kamado liefert bereits ein dezentes Grundaroma, und das geräucherte Paprikapulver im Rub verstärkt die rauchige Note. Mit Räucherholz wird das Ergebnis allerdings deutlich intensiver — für Wings reichen schon zwei kleine Stücke.
Welche Kerntemperatur brauchen Chicken Wings?
Durchgegart sind sie ab 75 °C. Für Wings empfehlen sich jedoch 80–85 °C: Bei dieser Temperatur ist das Bindegewebe rund um den Knochen weich geschmolzen und das Fleisch löst sich sauber ab, ohne zäh zu wirken.
Nach einem Originalrezept von Kamado Bono (kamadobono).